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Der II. (Bildungs-)Weg!

Der II. (Bildungs-)Weg!

Nun ist es beinahe 4 ½ Jahre her. 
Vor ungefähr einer halben Dekade wurde der Entschluss getroffen, einen anderen Weg zu gehen, eine neue Richtung zu bestreiten und de facto altes hinter sich zulassen. 
Der neue Weg, auf welchem ich abbog, hieß- und heißt: „Zweiter Bildungsweg.“
Alles was damals am schulischen Dasein verflucht wurde, sei es das Lernen, die Hausaufgaben, das frühe Aufstehen und selbstverständlich die Lehrer, sollte sich nun wiederholen.
Denn das Vorhaben ist das Abitur (zum jetzigen Zeitpunkt steht das Abitur vor der Tür, ist ganz nah, zum Greifen nah)!

„Eine Reise mit tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ -> Laotse

Im Leben gibt es eine einzige, immer fortbestehende Konstante und diese nennt sich: Veränderung.
O was hat sich in dieser Zeit nicht alles verändert. 

Da unser Zeitalter ein überaus hektisches ist, in welchem der Mensch zwar noch lebt, aber oftmals gar nicht mehr wirklich lebt, sondern irgendwie nur noch existiert, unfähig zu reflektieren, weil die Schlinge des Schlechten ihm die Luft abschnürt und die Binde des Negativen seine Augen verbindet, darf sich daran trotzdem kein Bespiel genommen werden! 
Es heißt: schließt sich eine Tür öffnet sich eine neue; aber wer die Tür zum Guten gänzlich verschließt braucht sich nicht wundern, wenn das Schlechte sich gründlich breit macht.
Der Blick eines jeden selbst tingiert das aktuelle Geschehen oder bereits Geschehene in heller oder dunkler Farbe. Somit hat jeder den Pinsel des Lebens selbst in der Hand. 
Die Farben schenkt uns das Leben selbst. Lediglich fordert es von uns: „los, los fange an zu malen!“

Verstanden. Somit fing ich vor 4 ½ Jahren an zu malen (bisher malte ich ziemlich unsauber und eintönig- alles enthielt viel Schwarz).
Das dunkle Bild von der Schule, welches tief im Kopf verwurzelt war, bekam einen von Grund auf neuen Anstrich. Der expressionistische Ausdruck verschwand und wärmende Farben kreierten ein Porträt der Dankbarkeit mit seiner eigenen Botschaft- für die Ewigkeit. 
Bekanntlich spricht die Kunst für sich selbst; von daher hört:

„Als Junge kam ich an diese Schule; als Mann werde ich sie verlassen.
Nicht nur schulische Dinge lernte ich in den Jahren besser kennen, sondern viel mehr mich selbst. 
Es gibt Lehrer, die sich Mühe geben und ihr Wissen vermitteln, welches für das schulische Weiterkommen essentiell ist: mein Respekt und Danke dafür.
Dann gibt es Lehrer, die sich nicht einfach nur Mühe geben ihr Wissen zu vermitteln, welches für des schulische Weiterkommen essentiell ist, die einem nicht nur mit gestochener Präzision geographische- oder wirtschaftliche Abläufe erklären, sondern mit ihrer ganzen Art dazu beitragen, dass sich eine Person - komplett - in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt: meinen allergrößten Respekt und vom Herzen kommendes Danke dafür!“

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass das Leben auch Phasen für uns bereit hält in denen nicht die schönsten Farben vorrätig sind.
Das Leben lässt sich nun mal nicht bildhaft als eine Gerade darstellen; vielmehr fordert das Schicksal uns auf: abzuleiten. 
Wie oft lässt sich schwer sagen, aber mit Gewissheit häufiger, als einem lieb- und oftmals bewusst ist. 
Das Bild, welches daraus resultiert, zeigt dann das Leben mit vielen Kurven, Irrungen und Wirrungen sowie Hoch- und Tiefpunkten. 
Es ist ein permanentes Wechselspiel zwischen positiven und negativen, ähnlich den Jahreszeitenwechsel, wie Sommer und Winter, ähnlich den Gezeiten, wie Ebbe und Flut oder ähnlich den Tageszeiten wie Tag und Nacht.
Doch egal was passiert: den Pinsel zum Neu- oder Umgestalten haben wir in unseren eigenen Händen und besonders die dunkeln Farben sind es, welche oftmals das Bild zum Leben erwecken (sie gehören einfach dazu)! 
Also egal was passiert, egal wie schwer manche Entscheidungen oder Momente sind: MALE und jeder Weg wird ein ganz persönliches Kunstwerk werden: dein KUNSTWERK!

4 ½ Jahre und jede einzelne Sekunde war es wert. Jede einzelne Sekunde war ein Geschenk. 
Danke bis hierher, der Schule des Zweiten Bildungsweges Cottbus!

„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstebeste Zeit ist jetzt.“ -> Aleksej Andreevic Arakceev

 

 

 

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